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Calendar

This section can be used by universities, psychoanalytic associations, publishers, auction houses and museums to call attention to their offers relevant to psychoanalysis.
In this way our international users shall be informed more quickly about where and when upcoming congresses, conferences, auctions and book launches will take place.

If you are interested, please email to calendar@theviennapsychoanalyst.at for further information.



So this is the Strong Sex: Early Women Psychoanalysts

11/29/2017 - 02/04/2018

open to public
Organizer: Freud Museum London
Venue: Freud Museum London
20 Maresfield Gardens
Hampstead

NW3 5SX London
United Kingdom
>> Website
Exhibition

The Freud Museum London’s upcoming exhibition “So this is the Strong Sex”: Early Women Psychoanalysts explores the lives and work of a number of women from the early history of psychoanalysis. An exciting collaboration with the Sigmund Freud Museum in Vienna, this historically focussed exhibition showcases the major influence Marie Bonaparte, Helene Deutsch, Emma Eckstein, Anna Freud, Lou Andreas-Salomé and Sabina Spielrein had on the work of Sigmund Freud and the development of psychoanalysis.

Using materials from the Sigmund Freud Museum in Vienna, the show will connect the achievements of these figures with the era in which they lived. Seeking to challenge the idea of psychoanalysis as a science dominated by men, the issues of childcare in Vienna of the 1920s and 1930s, the development of international women’s movements, and core topics of psychoanalysis such as the Oedipus complex, transference and countertransference, sexuality and femininity will be explored.

For the first time ever the Freud Museum London will be exhibiting unpublished letters from Princess Marie Bonaparte, a figure integral to the Freud family’s escape from the Nazis in 1938. Alongside antiquities from Freud’s collection which Bonaparte personally smuggled out of Nazi-occupied Vienna, this opening up of the archive is an exciting opportunity to discover the personal correspondence of Anna and Sigmund Freud, and their most trusted confidantes.

Kritische Einführung in die Theorie Judith Butlers

12/15/2017 20:00

open to public
Organizer: krIPU BERLIN
Venue: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1,(Haus 2), 3.Etage
10555 Berlin
Germany
>> Website
GERMAN

Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU, 

wir laden alle, die sich mit Judith Butlers Arbeiten und der Kritik daran noch nicht auskennen, herzlich zu einer kritischen Einführung in die Theorie Judith Butlers ein. Beginn ist 19:00 Uhr, daran anschließend der Vortrag von Dr. Eva Laquièze-Waniek.

19 Uhr: Kritische Einführung in die Theorie Judith Butlers
20 Uhr: Eva Laquièze-Waniek: Kritik an Judith Butlers Freud-Kritik – oder:
Warum wir niemals restlos homo- oder heterosexuelle Frauen oder Männer werden.

Melancholische Identifizierung vs. Begehren. Vortrag und Diskussion mit Eva Laquièze-Waniek.

12/15/2017 20:00

open to public
Organizer: krIPU BERLIN
Venue: International Psychoanalytic University
Hörsaal 1,(Haus 2), 3.Etage
Stromstraße 2
10555 Berlin
Germany
>> Website
GERMAN

Liebe Freundinnen und Freunde der krIPU,

unsere Veranstaltungsreihe „Kritik der Kritik“ wird in diesem Semester fortgesetzt, mit einem Vortrag von Dr. Eva Laquièze-Waniek:

Melancholische Identifizierung vs. Begehren. Kritik an Judith Butlers Freud-Kritik – oder: Warum wir niemals restlos homo- oder heterosexuelle Frauen oder Männer werden.

Zu einer der interessantesten Auseinandersetzungen der Gender Studies mit der Psychoanalyse zählt Judith Butlers Bezugnahme auf Sigmund Freud, wenn sie diesen für ein zeitgemäßes Begreifen des geschlechtlichen Subjekts fruchtbar machen will. Dabei bezieht sie sich sowohl affirmativ als auch kritisch auf seine Theoreme zu Trauer und Melancholie, um besser verständlich zu machen, inwiefern sich geschlechtliche Identität nicht unwillkürlich mit dem biologischen oder anatomischen Körper einstellt, sondern einer psychischen Aneignung des Subjekts bedarf, die in engem Zusammenhang mit den diskursiven Normvorstellungen einer Gesellschaft steht.
Hierbei zeigt Butler auf, dass der vom Inzestverbot erzwungene Verzicht des Kindes, die Mutter und den Vater als Liebesobjekte zu genießen, den Prozess der Aneignung eines Geschlechts in Gang bringt, wobei allerdings nicht das Glücken, sondern das Scheitern dieses Verzichts maßgeblich wirke; denn es sei die Art und Weise, wie wir uns die Liebe zum gleichgeschlechtlichen Elternteil nicht eingestehen und diese nicht betrauern, die zur Identifizierung mit dem Geschlecht eines bestimmten Elternteils führe. Von hier aus gelangt sie zu der paradox klingenden These, wonach der »eigentlich wahre melancholische Homosexuelle« jener heterosexuelle Mann sei, der niemals um die Liebe zu seinem Vater getrauert habe, und die »eigentlich wahre melancholische Homosexuelle« jene heterosexuelle Frau, die niemals um die Liebe zu ihrer Mutter getrauert habe (Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2001, S. 138).
Auch wenn Butlers Freud-Lektüre zu Recht das melancholische Fundament geschlechtlicher Identifizierungen wieder in Erinnerung bringt und in den Gender Studies heute als Kanon gilt, zeigt eine genaue Relektüre der Quellentexte dennoch, dass sie wichtige Momente des unbewussten Prozesses der Geschlechtsannahme übersah, was sich nicht unproblematisch für die Auffassung von Homo- und Heterosexualität auswirkt.
Ziel des Vortrags ist es, Butlers Lesart von Freud einer Kritik zu unterziehen, wobei im Zentrum der vielschichtige Prozess der geschlechtsspezifischen Identifizierungen im Unbewussten stehen soll. Dies wird die Einsicht nahe legen, dass geschlechtliche Identität und Begehren gerade dadurch erlangt werden, insofern sie niemals restlos angeeignet werden können – was ein Scheitern „ganzer“ Subjektwerdung voraussetzt, das letztlich auch dafür verantwortlich ist, dass wir nicht restlos in den Anrufungen hegemonialer Geschlechternormen aufgehen.

Eva Laquièze-Waniek: Mag. Dr., Philosophin, Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt sowie an den Universitäten Graz und Wien; Forschungsschwerpunkte: Psychoanalyse, Geschlechterforschung, Sprachphilosophie und Kunst. Nach Aufenthalten in Berkeley, Straßburg und Budapest lebt sie derzeit in Nizza. Letzte Buchpublikation: Die letzten Tage der Klischees. Übertragungen in Psychoanalyse, Kunst und Gesellschaft, (hrsg. gem. mit Robert Pfaller), Turia + Kant, Wien, Berlin 2013; weitere Informationen: http://eva-laquieze.com/



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